Angeln in Nordseeland

Meeresangeln vom Kutter

Foto: VisitNordsjælland

Die Meerenge zwischen Dänemark und Schweden heißt Øresund und verbindet das Meer Kattegat mit der Ostsee. Deswegen gibt es hier, auf dem Weg vom Kattegat in die Ostsee, viele Fischarten wie Dorsch, Hering und Makrele. 

Regeln

Sind Sie zwischen 18 und 65 Jahre alt, brauchen Sie einen Angelschein, um in Øresund zu angeln. Hier können Sie den Angelschein kaufen. Niemals mehr Fisch nach Hause bringen, als Sie essen können. Der Weiterverkauf von Fischen ist in Dänemark verboten. In Øresund sind 7 Dorsche pro Person pro Tag erlaubt.

Fangen Sie einen Fisch unter dem Mindestmaß, muss er wieder ins Meer: Den Fisch schnell ans Land bringen, beim Abhaken nicht hart drücken und immer eine Lösezange bereit haben. Dies reduziert die Zeit der Hantierung.

 

Mindestmaß in Øresund

Dorsch          35 cm                         Kein Schutz

Hering           Kein Mindestmaß        Kein Schutz

Makrele         Kein Mindestmaß        Kein Schutz

Scholle           25 cm                        Kein Schutz

Flunder          23 cm                        Kein Schutz

Glattbutt        30 cm                        Kein Schutz

Steinbutt        30 cm                        Kein Schutz

 

Ausleihen von Angelzubehör

An Bord der meisten Kutter gibt es die Möglichkeit, Angelzubehör zu leihen. Dies gilt sowohl für Angelruten und Angelrollen als auch Kunstköder. Fragen Sie aber immer vor der Abfahrt die Besatzung. Darüber hinaus werden auch Bier, Mineralwasser, Würstchen und Süßigkeiten angeboten.

Der Dorsch:

Das ganze Jahr über ist es erlaubt den Dorsch zu fangen, aber die Chancen sind zwischen Januar und März am besten. In diesen Monaten strömen die Dorsche zusammen, um sich fortzupflanzen. Das Angeln im Sommer macht aber auch viel Spaß, weil sich die Fische mit einfacher Ausrüstung fangen lassen und in diesem Zeitraum auch sehr gut kämpfen.  

Angelzubehör fürs Dorsch angeln:

  • Pilkrute auf 180-240 cm, die einen Pilker bis zu 500 g tragen kann  
  • Multirolle mit einem geflochtenen Schnur auf 0,25-0,30 mm oder Nylon auf 0.45-0,60 mm
  • Pilker auf 200-500 g
  • Oktopus

Pilkfischen nach Dorsch ist relativ einfach: Es geht darum, an den Meeresboden zu gelangen und mit ruhigen Bewegungen auf und abziehen. Ist die Meeresströmung schwach, reicht ein Pilker mit 200-300 g und ein Oktopus. Wird die Meeresströmung stärker, sind oft Pilker mit 500 g notwendig, um am Boden zu bleiben. In einzelnen Fällen dürften Oktopusse nicht benutzt werden, da Sie von der starken Meeresströmung mitgerissen werden können. Im Sommer kann Angeln mit Gummifisch oder Jig einfach phänomenal sein. Sie bewegen sich sehr lebhaft und ziehen die Dorsche an.

Drei Tipps von Experten:

  • Eine gute Auswahl von verschiedenen Pilken mitbringen
  • Bereit sein, wenn der Kapitän die Glocke läuten lässt: Für den Ersten sind die Chancen sehr groß, einen Fisch zu fangen     
  • Mit Oktopus Pilkfischen

Der Hering:

Der Hering kommt in März nach Øresund und bleibt bis Juni. Die Heringe kommen nach Dänemark, um sich fortzupflanzen und kommen in großen Zahlen an. Der Herbst-Hering kommt in September und bleibt bis Dezember, wenn es das Wetter erlaubt. Er ist oft größer als der Frühlings-Hering. Wenn der Kapitän die Heringe findet, gibt es kaum Begrenzungen der Anzahl, die gefangen werden darf. Fangen Sie aber nie mehr, als Sie brauchen.

 

Angelzubehör fürs Hering angeln:

  • Pilkrute oder allgemeine Spinnrute von 180-270 cm, die einen Pilker mit 50-150 g tragen kann
  • Multirolle oder Spinnrolle mit geflochtener Schnur von 0,17-0,25 mm oder Nylon mit 0,30-0,40 mm  
  • Pilker oder Blei mit 50-150 g
  • Kunstköder für den Hering

 

Wenn der Kapitän den Hering gefunden hat, geht es darum herauszufinden, wie hoch er im Wasser steht. Um den Hering zu finden, wird der Kunstköder auf den Meeresboden herabgelassen und mit kleinen Rucken wieder hochgezogen. Oft befinden sich die Heringe in bis zu 20 m tiefem Wasser nur 3-15 m unter der Oberfläche. Wer nur am Meeresboden angelt, fängt also nicht viel.     

 

Drei Tipps von Experten:

  • Benutzen Sie Köder mit echter Fischhaut
  • Seien Sie bereit, wenn der Kapitän die Glocke läuten lässt
  • In verschiedenen Tiefen angeln, um den Hering zu finden

 

Die Makrele:

Die Makrele ist ein Sommergast—und macht viel Spaß. Sie kommt im Juni und bleibt oft bis zum August. Die Makrele ist sehr stark und wird oft Mini-Thunfisch genannt weil sie hart kämpft, um in die Freiheit zu gelangen. Dies macht Spaß, und haben Sie Glück, können Sie in kurzer Zeit viele fangen.  

 

Angelzubehör fürs Makrelen angeln:  

  • Pilkrute oder allgemeine Spinnrute von 180-270 cm, die einen Pilker mit 50-200 g tragen kann
  • Multirolle oder Spinnrolle mit geflochtenem Schnur von 0,17-0,25 mm oder Nylon mit 0,30-0,40 mm
  • Pilker oder Blei mit 50-200 g
  • Kunstköder für die Makrele

 

Wenn der Kapitän die Makrele gefunden hat, geht es darum herauszufinden wie hoch sie im Wasser steht. Um die Makrele zu finden, wird der Kunstköder auf den Meeresboden herabgelassen und mit kleinen Rucken wieder hochgezogen. Oft befinden sich die Makrelen in bis zu 20 m tiefem Wasser nur 3-15 m unter der Oberfläche. Wer nur am Meeresboden angelt, fängt also nicht viel.   

 

Drei Tipps von Experten:

  • Teilen Sie den Kunstköder für die Makrele in zwei. So ist er einfacher zu hantieren.
  • In verschiedenen Tiefen angeln.
  • Fangen Sie nie mehr, als Sie brauchen.

Der Plattfisch:

Viele Kutter machen auch Ausflüge zum Plattfisch. Die Technik: Langsam an den Plätzen vorbei segeln und den Plattfisch mit Sandwurm oder Seeringelwurm auf dem Meeresboden angeln. Sie können das ganze Jahr über Plattfisch angeln, aber die besten Zeiten sind im Frühling und im Herbst.

Angelzubehör fürs Plattfisch angeln:

  • Pilkrute oder allgemeine Spinnrute von 180-270 cm, die Blei mit 30-100 g tragen kann
  • Multirolle oder Spinnrolle mit geflochtener Schnur auf 0,17-0,25 mm oder Nylon auf 0,30-0,40 mm
  • Blei von 30-100 g
  • Kunstköder für den Plattfisch

Plattfisch angeln ist relativ einfach: Oft wird langsam an den Plätzen vorbei gesegelt. Segelt der Kutter schnell, muss das Blei schwer sein, und umgekehrt wenn der Kutter langsam segelt. Es gibt viele verschiedene Kunstköder zum Plattfisch angeln, aber vom Kutter sind Perlen empfehlenswert. Sie halten den Haken und somit den Köder hoch im Wasser. Auf diese Weise sieht ihn der Plattfisch und beißt nicht am Meeresboden. Der beste Köder ist entweder der Sandwurm oder der Seeringelwurm.   

Drei Tipps von Experten:

  • Perlen als Kunstköder verwenden
  • Immer frische Würmer verwenden
  • Bunte Farben in trübem Wasser und neutrale Farben in klarem Wasser